Nach dem Frühstück wurden wir zur Wasserabwehr im Osten von Lautenthal eingesetzt. Dort hatten wir die Aufgabe einen ehemals kleinen Gebirgsbach in möglichst ursprüngliche Bahnen zu leiten. Dieser hatte oberhalb der Straße sein Bett verlassen und ist auf einem asphaltierten Forstweg in den Ort geflossen. Dabei hat er den Asphalt komplett in den Ort gespült. Am Ortseingang fließt der Bach normalerweise durch ein großes Rohr unter der Straße durch und setzt seinen Weg als offener Bach fort. Das angespülte Gestein hatte jedoch das Rohr und die Kanalisation verstopft. Das Wasser suchte sich neue Wege und zerstörte auch da Teile der Straße und Grundstücke.

Unsere Aufgabe war beendet, nachdem schweres Gerät eingetroffen war und das zuvor genannte Rohr frei geräumt wurde. Mit einem Bagger wurde das Geröll vor dem Rohr entfernt und mit einem Spülwagen die Kanalisation gereinigt.

Wir wurden daraufhin in die Ortsmitte verlegt, wo die "Laute" große Mengen Geröll in den Ort spülte. In der Straße lag das Geröll ca. 30 cm hoch auf einer Länge von ungefähr 50 Metern. Mit einem Radlader wurde das Geröll entfernt, wobei wir die für den Radlader nicht erreichbaren Stellen mit Schaufeln räumten.

Von dieser Arbeit wurde unser Zug jedoch abgezogen, da sich die Lage am vorherigen Einsatzort drastisch verschlechtert hatte. Nachdem das verstopfte Rohr freigelegt wurde, floss das Wasser wieder in das Rohr und trat dann auf der Straße durch einen Schacht wieder heraus, da die Kanalisation in dem Bereich verstopft war. Die Straße wurde großflächig unterspült und musste für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Wir haben daraufhin Wasser aus dem Schacht mit Schläuchen über die Straße gepumpt, um die Wassermengen auf der Straße zu verringern. Dadurch wurde erreicht, dass auf der Straße mit dem Verlegen von Sandsäcken begonnen werden konnte. Diese wurden so verlegt, dass das Wasser in den nächsten Schacht geleitet wurde, in welchem es ablaufen konnte. Währenddessen wurde mit einem Bagger und einem Radlader weiterhin an der Beseitigung der Schäden gearbeitet. Nachdem eine größere Pumpe vor Ort war, konnten wir unsere Arbeit beenden und sind gegen 17:30 Uhr zum Feuerwehrhaus zurückgekehrt.

Nach kurzer Abschlussansprache hat die gesamte Bereitschaft um ca. 18:15 Uhr die Heimreise angetreten.

Abschließend möchte ich, im Namen unserer Ortsfeuerwehr, für die freundliche Unterstützung der Einwohner bedanken. Ein freundliches Wort, eine Tasse Kaffee, viele dieser "Kleinigkeiten" haben uns ihre Dankbarkeit gezeigt. Auf der Heimfahrt haben uns viele Menschen entlang der Straße zugewunken, ein weiterer Beweis dafür, wie willkommen unsere Hilfe war.

Ein besonderer Dank geht an die Ortsfeuerwehr Lautenthal, für die freundliche Aufnahme und Versorgung, obwohl sie selbst schon lange im Katastropheneinsatz waren.

Weiterhin möchte ich mich beim Restaurant "Harzer Schnitzelkönig" und dessen Team bedanken. Dieses hatte uns zum Mittagessen eingeladen und mit Speisen und Getränken bewirtet.

 
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